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Dieser Ort. Warum und wofür


Inhaltsübersicht

  1. Ausbildung, Organisation, Politik
  2. Hier und jetzt

Die erste Ausgabe einer Verlagsinitiative, sei sie groß oder klein, in welchem Medienbereich auch immer, muss zwangsläufig eine Erläuterung der Motive und Ziele des Unternehmens enthalten. Wir wollen uns dieser Pflicht nicht entziehen.

In den letzten Wochen wechselten zwei regionale Tageszeitungen aus den Händen eines Unternehmens, das selbst zu globalen Finanz- und Industriekonzernen gehört, in den Besitz einiger weniger Unternehmer mit verschiedenen Aktivitäten, die im lokalen sozioökonomischen Gefüge verwurzelt sind.

Auch wenn die Verkaufszahlen der Zeitungen ständig sinken, wie alle Marktforschungen zeigen, was sich auch auf die Rentabilität der Investitionen auswirkt, so ist doch jedem klar, dass Informationen nicht einfach nur ein beliebiges Gut sind.

Vor allem in Zeiten wie diesen, in denen es immer weniger aktive zwischengeschaltete Gremien, Parteien, Gewerkschaften oder Wirtschaftsverbände gibt, die in der Lage sind, die Gesamtheit der Mitglieder zu vertreten, die regelmäßig an den geeigneten Stellen konsultiert werden, und zwar auf tatsächlich partizipative und gemeinsame Weise.

Öffentliche Ämter, nicht nur in den Institutionen, sind zunehmend ein Beruf und keine Dienstleistung, eine Macht, die es zu erhalten gilt. Daher werden diejenigen, die Konsens schaffen, immer wichtiger, da die Zahl der Teilnehmer am gesellschaftlichen und politischen Leben abnimmt und der Konsens eine persönliche Dimension hat und nicht durch überzeugtes Festhalten an gemeinsamen Projekten bestimmt wird, wenn er nicht sogar gemeinsam aufgebaut wird.

Nicht umsonst sind wir bei der Hypothese der Direktwahl des Ratspräsidenten und den Forderungen nach einer Verlängerung der Möglichkeit von Wahlmandaten und der Anhäufung von Posten in Handels-, Kultur- oder Wirtschaftskammern.

 

Ausbildung, Organisation, Politik

Beim Pakt für Autonomie ist in den letzten Monaten etwas anderes passiert. Zumindest teilweise, und das wollen wir als positives Zeichen bewerten, als eine Chance, die es zu nutzen gilt.

Vor und während der diesjährigen Regional- und Verwaltungswahlen wurde die in der abgeschlossenen regionalen Legislaturperiode geleistete Arbeit unerwartet und breit gewürdigt. Dies ermöglichte es, Listen zu präsentieren, die für andere bürgerliche, regionale und lokale politische Themen offen waren, für Menschen mit Fähigkeiten, Erfahrungen und bürgerlichen Leidenschaften. Das Ergebnis war mehr als positiv. Es gibt nun ein Beziehungsnetz, das Orte für Dialog und Aktion, für die Konstruktion ideeller und politischer Gedanken, für die Bildung neuer Identitäten, für die Festlegung von Zielen des Widerstands und der Innovation innerhalb unserer regionalen und gleichzeitig überregionalen Dimension bieten kann.

Dieses Experiment der Online-Wochenzeitung ist und wird also ein Versuch sein, einen weiten, durchlässigen und umkehrbaren Rahmen für Wissen, Meinungen und Austausch in diesem Netzwerk zu schaffen, um es weiter auszubauen.

Nicht (nur) Information, nicht (nur) tiefgreifende Analyse, sondern die Suche nach Beiträgen und Standpunkten, die Organisation des Dialogs, der Aufbau von Orten der Entscheidungsfindung und der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, politischen Initiative. Und die Wiederherstellung von Leidenschaft, Beteiligung, Hoffnung. Und schließlich der Aufbau eines Konsenses, der von politischen Subjekten verwaltet und vertreten wird, die frei und unabhängig von der Welt der Desinformation und der interessierten Information sind.

“Alle Bürger haben das Recht, sich frei in Parteien zusammenzuschließen, um auf demokratische Weise die nationale Politik mitzubestimmen”: Wir sind überzeugt, dass nur solch konzipierte Subjekte in der Lage sein werden, die von der Verfassung vorgesehene republikanische Demokratie wirksam werden zu lassen. Dazu möchten wir einen Beitrag leisten.

 

Hier und jetzt

Dann ist da noch die Frage der Umfänge und der variablen Geometrien.

Es geht darum, zu entscheiden, welche Themen man verfolgt, welche man auslässt und welche man verschiebt.

Und wieder geht es darum, Menschen und Wissen zu suchen, zu finden, zu (re)aktivieren und davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, gemeinsam ein Instrument mit vielen Möglichkeiten zu bereichern, das auch bei den Werkzeugen, die es verwenden kann, vielseitig ist.

Und dann zu wissen, wie man mit Prioritäten umgeht; und dann, das wäre das Beste, in der Lage zu sein, Überlegungen, Intuitionen, Vorschläge in Aktionen und Initiativen umzuwandeln, sei es institutionell, territorial, sozial oder kulturell.

Sich daran erinnern, bescheidene Handwerker zu sein…

Die Beschaffenheit unserer Region kann uns bei diesem Vorhaben helfen.

Eine komplexe Region, adriatisch, gebirgig und Flachland. Polyzentrisch, aber ohne klare Gebietskörperschaft. Landwirtschaftliche und industrielle, kommerzielle und touristische Ökonomien. Ein Ort der globalen Wirtschaft, aber auch der autonomen Volkswirtschaften. Durchzogen von Energie- und Handelslogistik. Grenzraum, aber transnational. Wieder relevante militärische Plattform. Ein schwieriger demographischer Übergang für die ursprünglichen Generationen und die sich bildenden Gemeinschaften. Eine europäische und italienische Region, eingebettet in die Identitätskrisen beider institutioneller Pole. Mitten in der globalen Erwärmung…

Eine spezielle Region, die viel zu tun hat, um zu verstehen, wie man Politik macht, und zwar für das Gute. Wünschen wir uns gegenseitig Glück!

 

Elia Mioni, Redaktionsleiter von ‘il Passo Giusto

Massimo Moretuzzo, Sekretär des Pakts für Autonomie

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